Formal gesehen definiert sich Kunst heutzutage nicht mehr ausschließlich
über ihre traditionellen Sparten, wie der Malerei oder Bildhauerei.
Sie bewegt sich in den unterschiedlichsten Bereichen (Video, Fotografie,
Rauminstallation, etc.).
Inhaltlich stehen ihr uneingeschränkt und themenübergreifend
sämtliche Bereiche des Lebens offen.
Dieser Freiraum ermöglicht
Ansätze, die vollkommen neu sein können oder längst vergessen
waren. Sie erscheinen unorthodox, humorvoll, versponnen, spielerisch,
gegen den Strich gekämmt und manchmal auch verblüffend einfach.
Wissenschaftliches Arbeiten im Gegensatz dazu ist ein Vorgehen, bei dem
die Ergebnisse der Arbeit für jeden anderen objektiv nachvollziehbar oder
wiederholbar sind.
Das bedeutet, Informationsquellen werden offen gelegt,
Experimente so beschrieben, dass sie reproduziert und überprüft werden
können. Wer eine wissenschaftliche Arbeit liest, kann stets erkennen,
aufgrund welcher Fakten und Beweise der Autor zu seinen Schlussfolgerungen
gekommen ist und auf welche anderen Wissenschaftler er sich
beruft.
Die Wissenschaft eröffnet dem Künstler Einblicke in komplexe
Lebenszusammenhänge, während die Kunst der Wissenschaft als Element
der Lehre und neues Denkprinzip dienen kann. Es entsteht ein kreatives
Potential.
